Heute war der letzte offizielle Schultag. Ein kurzer Handshake vom Mathelehrer, ein “ToiToiToi” vom Geschichtslehrer und wir wurden “entlassen”. Die Belehrung bekamen wir zuvor, auch die Noten mitgeteilt. Das letzte Semester war nicht schlecht, dennoch haengt die Endnote komplett vom Abi ab. Bei mir ist alles von 1,5 bis 3,0 drin. In etwa. Dass ich keinen der beiden Werte erreichen werde, ist mir vollkommen klar - aber es ist angenehm, schon mit 50% der benoetigten Punkte ins Abitur zu gehen, die man braucht, um zu bestehen. Ein kleines Sicherheitspaket, sozusagen.
Rueckblickend betrachtet waren das kurze 4 Jahre, bisher. Ich kann mich noch relativ gut an ein Gespraech mit J. erinnern, in der wir beide ziemlich verzweifelt waren und uns darauf einigten “die 5 Monate auch noch durchzuhalten”. Das war wie vorletzte Woche, ist aber schon 5 Monate her. Die Zeit rast und in etwas mehr als 56 Stunden steht die erste der letzten vier Huerden an. Es wird nun ernst, sozusagen. Ich bin eigentlich noch ganz ruhig, mache mir kaum Sorgen und hoffe, dass dieser Zustand anhaelt. Hat er bisher eigentlich immer, aber noch nie habe ich zumindest 2 von 4 Jahren so hart fuer etwas gearbeitet. Nicht unbedingt der Noten wegen, vielmehr gegen alle Hindernisse, Umstaende und Widersprueche. Ein ewiger Kampf gegen sich selbst, gegen die Anderen und gegen die Welt, die einem solchen Weg immer noch entgegenwirkt - by nature.
Was soll ich grossartig sagen. Es wird auch dieses Kapitel zu Ende gehen, auch dieses Kapitel wird mit Alkohol begossen, auch dieser Kampf wird irgendwann einem Frieden weichen muessen. Vier Schlachten stehen noch aus - der Sieger ist abzusehen, verlassen kann man sich jedoch nicht darauf. Aber eins wird bleiben: Erfahrung. Und zwar viel davon. Und ich rede nicht von dem, was man in der Schule lernt, nein.
qotd: “Das ganze Leben bestand doch schon aus Warten. Warten aufs Leben, warten aufs Sterben.” (C. Bukowski)
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